Man kann sich auch an offenenTüren
                         den Kopf einrennen. - Erich Kästner

Design for Manufacturing als Ziel im CAD Prozess

Design for Manufacturing’(zu Deutsch: Fertigungs- / Herstellungs- konforme Gestaltung ) bezieht sich auf den gesamten Herstellungsprozess der Baugruppe. Die Fertigung der Leiterkarte, die Bestückung der Leiterkarte mit allen Bauteilen, den anschließenden Test der Baugruppe sowie die Integration der Baugruppe in das Gehäuse. Ein optimales Leiterplatten Layout durchläuft die Produktionskette in allen Prozessschritten problemfrei. Design for Manufacturing bedeutet letztlich: maximale Produktivität und Wirtschaftlichkeit im Fertigungsprozess.

Parameter für ein Fertigung konformes Design:

Design for Manufacturing gelingt nur
    in Fachbereich übergreifender Zusammenarbeit

Um das zu erreichen ist es Erforderlich das sich die einzelnen Fach­bereiche unter­einander ab­stimmen und gemein­sam Design Regeln erarbeiten. Wenn die einzelnen Arbeiten In-Haus stattfinden ist dies am einfachsten zu gerwährleisten.

Werden externe Dienstleister ein­bezogen, ist es not­wendig die Bedingungen und Möglich­keiten bei einem Termin vor Projekt Start auszuloten. In einem persönlichen Treffen der beteiligten Mitarbeiter, entwickelt sich schnell ein Bewusstsein für Bereichs übergreifende Zusammen­hänge. Das Prozess- und System Verständnis der einzelnen Fach­bereiche verdichtet sich zu einem gemein­samen Wissen zum ‘Design for Manufacturing’.

- Abschließende Datenprüfung für die Fertigung - Vor der Ausgabe der Finalen CAD Ausgabe Daten ist es zweck­mäßig, die Fertigungs­daten für die Leiter­platten- und Baugruppen­produktion ab­schließend im einem Bereichs übergreifenden Team auf die Einhaltung der Herstellungs­kriterien hin zu über­prüfen. Ein un­gelöstes ‘Design for Manufacturing’ Problem, wird sonst später in der Produkt­kette er­scheinen und einen vergrößerten Aus­schuss oder aber Verzöger­ungen zur Folge haben.

Der Datensatz zur Leiterplatten­herstellung und Bestückung beinhaltet alle Infor­mationen, um die Produktion ohne Rück­fragen in einer geeigneten Fertigungs­stätte zu ermöglichen. Idealer Weise treten bei einer ab­schließen­den Prüfung der Fertigungs­daten keine gravierenden Mängel auf. Die Einhaltung der fest­ge­legten Design Regeln sollte vielmehr zuvor laufend überwacht worden sein.

Wie andere Leiterplatten Entflechtungs­tools auch, hat Altium Designer hierfür ein umfang­reiches DRC (Design Rule Check) Regel­werk integriert. Diese Regel­werke müssen aber immer an die An­forderung eines Designs individuell ange­passt werden. Nur dann erkennen sie mögliche Design Fehler verlässlich schon bei dem Ablegen der Leiter­bahn oder des Bauteils. Die DRC Regeln aus Be­quemlich­keit nicht zu erstellen, oder den Design Rule Check abzu­schalten wäre fahrlässig.